Aufbau eines modernen Lacksystems

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    • Aufgrund der hohen Nachfrage zu Details zum rostfreien Lackaufbau gebe ich hier nun eine Empfehlung ab. Dieser Aufbau hat dann 100% Funktionalität, wenn der Untergrund entsprechend vorbereitet ist.

      Der Untergrund:

      Um einen langjährigen Rostschutz zu erhalten ist ein entsprechend vorbereiteter Untergrung die wichtigste Voraussetzung. Es darf kein angegriffenes Metall vorhanden sein - es dürfen auch keine Rostfrasslöcher im Material sein - auch wenn die Topfbürste es vermeintlich sauber gemacht hat. Sollten offene Nahtstellen zwischen den gepunkteten Schweissnähten sein - so sollten diese mit Zinklot gut aufgefüllt und danach geglättet werden. Dies sollte auch mit anderen Unregelmässigkeiten im Metall gemacht werden - auf keinen Fall mit Polyesterspachtel arbeiten. Rostschutz muss mit dem Metall eine Verbindung eingehen und nicht auf irgendwelchen Spachtel.

      Nachdem das blanke Metall nun vorhanden ist, muss vor dem ersten Anstrich gut entfettet werden. Hier könnt Ihr üblichen Entfetter nehmen oder auf Aceton zurückgreifen. Bitte gut feucht alles säubern - und den Lappen regelmässig wechsel - es versteht sich von selbst, dass hier kein Frotte oder ein anderes Fusseltuch genommen wird. Leinen nehmen (altes Bettzeug usw)

      Anstrichsystem:

      1.) der eigentliche Rostschutz - Epoxy Zinkgrund - wird mit der Rolle, dem Pinsel oder einer Spritzpistole aufgetragen. Ihr könnt hier auch auf die im Baumarkt günstigen Kartuschenpistolen zurückgreifen die auch zu Sandstrahlen genutz werden. Dies kann bis zum Filler verwendet werden.

      Der Anstrich wird in 2 Lagen sättigent aufgetragen. Nicht nass in nass - sondern anziehen lassen und dann die 2 lage.

      2.) Spachteln - erst nach Auftrag des EP-Zinkgrund könnt Ihr spachteln wenn es noch was zu spachteln gibt. Hier kann nur ein EP-Spachtel in Frage kommen. !Kein Polyesterspachtel!

      3.) Fillern - Genau wie der Spachtel muss der Filler auf Epoxybasis sein. Dieser muss in 3 Langen auflackiert werden, damit eine ordenliche Schichtdicke erreicht wird. Kann am besten mit einer Spritzpistole oder mit der obengenannten Kanülenpistole erfolgen. Jede Schicht trocknen lassen und mit mit feinem Schleifpapier glätten und wieder gut entfetten um den nächsten Anstrich aufzubringen.

      4.) der Lack - Um ein ordentliches Finnish mit einer entsprechenden Farbe aufzubringen verwenden wir einen 2 K PU-Lack hochglänzend. Kein Acryl oder so etwas und auf keinen Fall 1 K-Lacke. Der 2 K PU-Lack ist hochfest und ist resistend gegen alles Säuren und Öle. Mit einer 1,3 mm Düse lackiert erreicht man Traumflächen. Auch verwenden wenn unter dem Wagen gearbeitet wird. Steinschlag oder Salz ist dann kein Problem mehr. Der 2 K PU-Lack muss in 3 Lagen auflackiert werden, wobei eine Lage immer aus 2 Spritzgängen nass in nass besteht. Also immer schön dünn lackieren. Danach zwischenschleifen und gut entfetten und nächster Spritzgang. Bis die 3 Lagen gespritz sind.

      Haltet Ihr Euch penibel an diese Vorgaben, dann ist Schluss mit Rost und Nachbearbeiten für min 10-20 Jahre.

      Ich habe mit Vossys Hilfe im Internet einen Händler aufgetan, der hochwertige Produkte für ein solches Anstrichsystem vertreibt. Ich warte noch auf die technischen Merkblätter und werde nach Erhalt und Prüfung eine Produktempfehlung geben. Ihr könnt natürlich auch auf andere Hersteller setzen, die auch entsprechendes Material anbieten.

      Bitte beachtet auch die Post über: "Richtig Verzinnen" hier im Board.

      Franky

      achso - da es sich ja hier um ein Forum handelt bitte Fragen nicht mehr persönlich an mich schicken - sondern im Board posten, damit auch die anderen User die Möglichkeit haben, Ihr Wissen abzugleichen.
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