PC im Wagen

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    • Wie baue ich einen PC in ein Auto ein ?


      Navi, Playstation, DVD-Player, MP3-Radio etc. ...viele Einzelteile die ne Menge Geld kosten und einzeln viel Platz wegnehmen... warum also nicht all diese Dinge kombinieren und einfach einen PC mit all diesen Funktionen (und mehr) ins Auto einbauen?

      Diese Anleitung beschreibt die Basics für den Einbau eines PC mit den folgenden Komponenten:
      - TFT
      - Mini-tatatur
      - Trackball
      - CD/DVD-Laufwerk
      - Netzwerk
      - IrDA-Anschluss
      - USB-Anschluss
      - GPS-Navigation

      Benötigte Teile
      Handelsüblicher PC oder "Bausatz" Für den Einsatz im Auto wäre hier besonders ein kleiner PC geeignet, z.B. ein Barebone. Man kann aber auch aus Einzelteilen versuchen einen PC in ein selbstgebautes Gehäuse einzubauen...das kann dann z.B. flacher als ein Standardgehäuse ausfallen.

      Spannungswandler 12V/230V
      Einen entsprechenden Spannungswandler ist in jedem vernünftigen Elektronikgeschäft erhältlich...oder recht günstig bei Ebay. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Spannungwandler auch genug Leistung hat, d.h. mindestens soviel Watt wie das PC-Netzteil hat.

      TFT Display in der Gewünschten Größe
      Ideal wäre ein kleines Industrie TFT-Display, das man dann direkt über den VGA-Anschluss ansteuern kann, z.B. in der Auflösung 640x480 oder 800x600. Da diese sehr teuer sind, wird im folgenden beschrieben, wie der Anschluss über einen PAL-Monitor erfolgt. Diese gibt es bei Ebay schon an 100,- Euro. Nachteil dieser Monitore ist die PAL Auflösung, die dazu führt, dass die PC-Auflösung in PAL umgewandelt werden muss und somit das Bild "pixelig" wird und z.B. kleine Schriften schlecht lesbar werden.

      VGA/S-Video Adapter
      Am besten verbaut man gleich eine Grafikkarte, die auch einen S-Video Ausgang hat. Ansonsten muss man einen zusätzlichen Adapter zwischenschalten.

      Mini-Tastatur
      Optimal für den Einsatz im Auto ist eine Mini-Tastatur, die in etwa der Größe einer Notebooktastatur entspricht. Man erhält sowas im ordentlichen Computerhandel oder bei Ebay.

      Trackball
      Da eine Maus im Auto eher unzweckmäig ist, bietet sich ein Trackball an. Hier gilt - analog der Tastatur - je kleiner desto besser. Ideal ist der Logitech Mini-Trackball...der ist zwar schon etwas älter, hat aber eine aufsteckbare Befestigungsklemme dabei, mit der man den Trackball an der Mittelkonsole einfach anklemmen kann.

      Netzwerkkarte
      Hier reicht eine Handelsübliche 10/100 Ethernetkarte. Wer die Deluxe-Ausführung bauen will, der kann natürlich auch eine W-LAN Karte nehmen.

      USB-GPS Maus
      Es empfielt sich eine GPS-Maus mit SIRF2 Chipsatz zu nehmen...einfacherweise mit USB-Anschluss, dann braucht man nämlich nur ein Kabel zu legen, da die Stromversorgung über den USB Anschluss sichergestellt ist. Sowas gibts im gut sortierten Fachhandel oder halt bei Ebay.

      USB-IrDA Dongle
      Es wir ein normales IrDA Dongle benötigt, erhältlich in fast jedem PC-Laden.

      PS2 Kabel
      Es werden 2 PS2-Verlängerungen à 5m zur Verlängerung der Maus und der Tatatur benötigt.

      USB-Kabel
      Es werden ein 5m USB Verlängerungskabel und ein 3m USB Verlängerungskabel benötigt.

      Steuerlitze
      Hiervon werden je nach Länge des Autos einige Meter (20 bis 30 Meter bei einadriger Litze) gebraucht, da hiermit die LEDs (Power und HDD) sowie der An/Aus-Schalter ins Cockpit verlegt werden.

      Aufbau des PC
      Hier kann man es sich entweder einfach machen und einen fertigen PC nehmen (Minitower oder so) oder ein Gehäuse selbst bauen. Beim Bau eines eigenen Gehäuses kann man ein bisschen Platz sparen, richtig viel ist da aber nicht drin...man kann es vor allem flacher und weniger tief bauen. Wichtig ist, dass alles ordentlich verschraubt ist und die Stecker vernüntig eingesteckt sind, sodass sie sich auch nicht losrappeln können...sowas geht nämlich schneller als man denkt :o) Einen wichtigen Eingriff stellt die Federung der Festplatte dar. Da die normalen Festplatten nicht für solche Beanspruchungen ausgelegt sind, können sonst bei starken Schlägen die Bauteile (z.B. Köpfe) beschädigt werden können. Als nützlich hat sich eine Kombination aus Gummi- und Schaumstoff Federung/Dämpfung erwiesen (die Festplatte hält jetzt schon ca. 10.000 km ohne Beschädigung). Hierzu befestigt man starke Gummis an den äußersten seitlichen 4 Aufhängungspunkten der Festplatte (also vorne links, vorne rechts, hinten links, hinten rechts) und befestigt die Gummis so am Gehäuse, dass die Festplatte frei schwingen kann. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Gummis der Festplatte nicht zu viel Spiel lassen, sodass die Festpaltte nicht gleich am Gehäuse anschlägt. Um die Festplatte herum kann jetzt noch ein Schaumstoffmantel zwischen Festpaltte und Gehäuse geklebt werden, der die Schwingungen der Festplatte weiter dämpft. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Festplatte nicht komplett verkleidet wird, da sich sonst die Wärme der Festplatte zu sehr staut. Am besten nur die Ränder durch Schaumstoff dämpfen, das reicht vollkommen aus.

      Einbau TFT-Bildschirm
      Optimal ist die Nutzung eines ausfahrbaren Bildschirms in DIN-Schacht-Format, leider sind diese recht teuer. Der kleine Geldbeutel greift also zum TFT Bildschirm zur Montage am Armaturenbrett. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man das TFT in die Konsole integrieren, das ganze mit GFK umbauen oder halt einfach nur den Monitor mit einem Ständer (diese werden normalerweise mitgeliefert) auf dem Armaturenbrett festschrauben. Hierbei rate ich dringend zur Verschraubung, weil die mitgelieferten Klebepads nicht richtig halten und außerdem der Monitorständer regelmäßig abgenommen werden muss um die Verschraubungen wieder festzuziehen (die rappeln sich regelmäßig los). Das Kabel zum TFT kann dann noch in den Ritzen des Armaturenbretts verlegt werden oder durch ein Loch direkt ins Armaturenbrett eingezogen werden...jenachdem, wo man den Monitor hinhaben möchte. Jetzt muss der Monitor nur noch an die Batterie angeschlossen werden (mind. ein Massepunkt ist unterm Armaturenbrett, andere sind in den Fußräumen; Plus kann man entweder an Zündung klemmen oder legt sich selbt ein Kabel von der Batterie). Ideal ist der Anschluss an die Zündung, da das TFT sonst immer im Standy-Modus laufen würde, auch wenn man gar nicht im Auto ist (die TFTs lassen sich normalerweise nicht ganz ausschalten).

      Verkabelung des Autos
      Zur Verkabelung verlängert man die Kabel für den An/Aus Schalter, die Festplatten LED und die Power LED um ca. 4 bis 5 Meter (je nach Auto), entweder einfach mit Lüsterklemmen oder löten. Dann legt man am besten mittig die Kabel in den Kofferraum, genauso wie alle übrigen Datenkabel: USB, Tastatur, Maus, Video und Sound. Wenn noch kein Strom im Kofferraum liegt, dann muss noch ein Plus Kabel nach hinten gezogen werden. Hierbei aber darauf achten, dass dieses nicht neben den Datenkabeln liegt, sondern am besten auf einer Seite unter den Einstiegsleisten (hier aber wiederum aufpassen, dass das Kabel dann nicht die Lautsprecherkabel stört). Masse holt man sich dann einfach von der Karosserie. Wenn alle Kabel verlegt sind, dann brauchen sie nur noch eingestöpselt werden und schon ist der Computer betriebsbereit. Bei der Stromverkabelung ist es ratsam einen Schalte einzubauen um den Spannungswandler abschalten zu können, sonst könnte bei längerer Standzeit die Batterie sehr schnell leer sein.
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