T1 310 Benziner läuft nach langer Standzeit nicht.

  • So nun komme ich mal zu meinem ersten Thema.

    Stehe noch am Anfang meiner T1 Erfahrung bzw. habe das Fahrzeug noch nicht gekauft.


    Erstmal zum Fahrzeug: Bj 84 310er mit 95 PS. Ex Feuerwehr mit 22000 km.

    Standzeit draussen seit fünf Jahren. Davor war er bei der Feuerwehr.


    Meine erste Vorgehensweise sah wie folgt aus:

    Öl raus , neues rein. Kerzen raus neue rein. Tank war fast leer , also 10 Liter rein.

    Leider konnte ich den alten Sprit nicht absaugen , da anscheinend eine Klappe im Rohr zum Tank verbaut ist.

    Volle Batterie rein und ab die Post. Naja nicht wirklich.


    Folgendes Bild ergab sich:

    Motor sprang an und konnte eine Zeit lang mit erhöhter Drehzahl vom absterben bewahrt werden.

    Nach kurzer Zeit war er dann doch aus. Neustarts waren vergeblich. Kerzen raus - nass.

    Trocknung - rein und er sprang wieder an. Diesmal nur mit Standgas. Beim Gas geben ist er dann wieder abgestorben.

    Er sprang aber im Stand immer wieder an und ging schnell wieder aus. Lief aber schüttelnd die ganze Zeit nur auf 2-3 Pötten und starb dann wieder ab.

    Mittlerweile habe ich immer wieder Sprit direkt oben in den Vergaser gekippt und dann sprang er auch immer wieder kurz an.

    Gequalmt und gestunken hat er bestialisch . Grauer Qualm.

    Gelesen habe ich dann über die Eigenschaften von altem Sprit.

    Stinkt, zündet nicht richtig und verklebt im Zylinder.

    Was ich diesbezüglich noch festgestellt habe ist, dass beim anlassen mit rausgedrehten Kerzen (wollte die Zylinder vom Sprit befreien) aus einem Zylinder der Sprit richtig rausgespuckt wurde, während es bei den anderen wie zerstäubt raus kam. Zufall oder könnte es schon ein hängendes Ventil sein?


    Was mir beim anlassen noch aufgefallen ist , war der Sprit im Vergaser. Mal spritze es richtig oben raus und mal sah ich gar nichts. Hat das was zu bedeuten oder ist das irgendeine Regelung?


    Optisch geprüft habe ich noch die Kabel und Schläuche zum Vergaser sowie die Verteilerkappe. Sah alles ok aus. Zündfunke war auch da.

    Gut sichtbar aber beim anlassen eher im Takt des Anlassers. Also langsam und zählbar. Normal?

    Mittelschaldämpfer ist übrigens undicht und eventuell auch die Krümmerdichtung , da es plätschert.


    Mein geplantes weiteres Vorgehen wäre:

    1. Tank leeren, (falls jemand eine Idee hat wie das am schnellsten geht) ausbauen?

    2. Unterdruck vom Bremskraftverstärker testen.

    3. Vergaser durch einsprühen auf Dichtheit prüfen.

    4. Rauchen wieder anfangen damit ich besser nachgrübeln kann beim schrauben.


    Zusammengefasst gibt es für mich keinen roten Faden , da das Verhalten immer stark schwankt. Anspringen mit Vollgas. dann wieder nur ohne Gas.

    Mit Choke übrigens gar nicht.

    Mal spritzt es aus dem Vergaser beim anlassen und dann seh ich wieder nichts.

    Verteilerkappe ab und gereinigt. Sofort wieder angesprungen. Beim nächsten Start nichts. Dann wieder 10 Starts und er springt immer an und stirbt ab.

    Zum Schluß sprang er gar nicht mehr an.?(


    An der Stelle höre ich mal langsam auf und hoffe auf die ein oder andere Antwort und/oder brauchbare Tips .

    Obwohl mir natürlich bewußt ist , daß so eine Ferndiagnose schwierig ist.

    Vielen Dank und viele Grüße, Tom

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